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Dienstag, 22. Februar 2011, 09:13

Zu sagen, dass es Betrug im Onlinespiel gibt, halte ich nicht für sachgerecht. Es werden im Onlinepsiel Hilfsmittel eingesetzt, die im Offline-Turnierspiel Betrug wären, aber der Einsatz ist ja für Liga/OVM nicht untersagt.
Ob es sinnvoll ist, für den Hilfsmitteleinsatz Regeln zu erstellen; wäre ja schön, wann man zumindest hoffen könnte, dass ein entsprechender Ehrenkodex auch eingehalten würde ...

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22

Dienstag, 22. Februar 2011, 12:27

Vielleicht ist der Begriff "Betrug" zu hart, (zumal juristisch der Betrug natürlich was ganz anderes ist :) Nichtsdestotrotz blleibe ich bei der Wertung die dadurch zum Ausdruck kommt. Es wird vorgetäuscht ich würde gegen Sibylle, Vera, Leopold (ich habe bewusst Namen genommen, die keiner scrabbelnden Person zuzuordnen sind) spielen, in Wirklichkeit spiele ich gegen Sibylles Computer und gegen Veras Computer und gegen Leopolds Computer. Für mich sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass diese Hilfsmittel nicht verwendet werden. Sie werde es aber doch zu hunderten. Und das diese Verstöße nicht explizit in den Scrabble-Ligaregeln aufgeführt sind, heisst nicht, dass es zwingend ein gebilligtes Verhalten sein sollte.
Und nebenbei bemerkt im Offline spiel haben wir auch nur den äußerst schwammigen Teil 7 zum Thema Fairplay... was ist denn da nun Fairplay oder nicht. Klar. Wortlisten sind nicht erlaubt... aber mit etwas Phantasie könnte man sich auch so manchen trick ausdenken, und wenn man halt in einer größeren gruppe sich diesen Trick ausdenkt, dann machen es halt da auch wieder alle weil es alle machen...Gott bewahre!

In meinen Augen gebietet es das natürliche Fairplay, das man auch bei Offlinespielen ohne Hilfsmittel spielt, es sei denn diese sind ausdrücklich zugelassen, zum einen weil ja ganz offensichtlich durch den Gebrauch der Spass für alle daran reduziert wird, zum anderen weil in meinen Augen das Online-Spiel ein Äquivalent zum Offlinespiel sein sollte. "Hilfsmittel" ist in dem Zusammenhang für mich ein lupenreiner Euphemismus. Und wenn Du sagst "das ist ja nirgends verboten", Quackle und andere Hilfsmittel zu programmieren und zu benutzen wäre nach den derzeitig gültigen Regeln genauso wenig verboten, wir wollen aber alle nicht, das diese bei diesen Turnieren verwendet werden.

In der nachträglichen Betrachtung und fürs Training haben diese Programme aber einen unschätzbaren Wert zur Weiterverbesserung und Beurteilung der Leistungen der Spieler in der einzig wahren Königsdisziplin, des fairen unbeeinflussten Offlinespiels.

23

Dienstag, 22. Februar 2011, 14:23

Ich würd einige Argumente der Quackle-Gegner ja verstehen, wenn es nicht eh schon "Hilfsmittel" gäbe, die frei verfügbar sind. Aber da der Schaden sowieso schon angerichtet ist, würde Quackle nur eine Spitze draufsetzen. Sonst müßte man ja konsequenterweise z.B. Wordfinder oder Scotty's Spiel "verbieten" (mir hat dieses Spiel für das Offlinescrabble unschätzbar viel gebracht) und den freien Download stoppen bzw. einen Virus erfinden, der diese Programme auf allen Rechnern zerstört :wacko: .


Das Sportbeispiel von Bussinchen illustriert sehr gut die absurde Situation: ein großer Wettbewerb, jeder weiß, dass die meisten dopen (sprich Hilfsmittel benutzen), aber wenn man es weiter als Wettbewerb betreiben will, hat man ohne entweder keine Chance oder man mischt auf der selben Ebene mit. Im Scrabble sind damit zum Glück nicht solche gesundheitlichen Risiken verbunden ^^ . Es macht den Leuten ja auch jetzt, mit Hilfsmitteln, Spaß, da sind dann mit Quackle halt wirklich nur die Programme, die gegeneinander spielen, besser, der Spieler selbst muß dann immer noch einige Entscheidungen treffen und lernt im Ernstfall von den Vorgaben von Quackle sogar noch mehr, als bei der reinen Wortsuche... insofern gebe ich elise Recht und bleibe bei meinem Argument: wenn schon, dann sollen alle Spieler die gleichen Voraussetzungen haben, und nicht die, die z.B. selbst programmieren können und wollen, im Vorteil sein.

Ansonsten spricht mir Ben mit seinen Postings aus der Seele...

24

Dienstag, 22. Februar 2011, 14:41

Zur Ehrenrettung von Scottys Spiel: Dieses bietet die "Schummelmöglichkeit" eben gerade nicht!

Richtig ist, dass die Wortfinder ein gutes Stück des Reizes, des Scrabble ausmachen, eliminieren - es bleibt aber immerhin die Positionssuche (versteckte Stellen?), die Frage, ob ein längeres Wort (mehr als 8 bzw. 9 Buchstaben möglich ist), alles was mit Strategie zu tun hat ... offenbar genug, dass es vielen Spielern ausreichend Spaß macht (daher finde ich das Argument, das derzeitige Onlinespiel sei ja eh schon nichts wert, einfach unfair)
Mit Programmen, wie dem von linhart zur Analyse benutzten, würde das "Übrigbleibende" rein auf Strategie zusammenfallen - an dem Punkt wäre es für mich weitestgehend reizlos. Kümmern sich die Programme zudem noch um die Strategie, bleibe nur noch das Suchen nach einer noch besseren Strategie aus Sicht des menschlichen Spielers ... bei einem guten Programm also quasi nichts.

25

Dienstag, 22. Februar 2011, 15:54

Bei Scotty's Programm meinte ich auch speziell die Wortsuche.

Nur am Rande, nicht ganz zur Diskussion gehörig:
Strategie: Nach meiner Beobachtung bleiben viele Spieler noch sehr im Wörtersuchen stecken, da kann das Konzentrieren auf strategische Aspekte sicher weiterbringen. Die Schachszene hat, wie mir gesagt wurde, um 1980 rum, als dort PC- Programme aufkamen, einen deutlichen Schub gemacht

26

Dienstag, 22. Februar 2011, 16:10

Unterscheiden wir doch einfach mal nach Wortprüfung (Nachschlagen in einem Wörterbuch), Wortfinder (das Zusammenstellen von Buchstaben zu legbaren Wörtern), Solver (Finden des besten Wortes für eine Stellung) und taktische Solver, die rein auf das Siegen ausgelegt sind. Über Wortfinder mag man diskutieren, das wird die OVM nicht kaputt machen, aber bitte keine Solver!
Beim Schach ist es so, dass Computer um so viel besser sind als Menschen, dass ein Spiel gegen diesen relativ spassfrei ist. Man merkt es sofort, wenn der Gegner betrügt und spielt halt nicht mehr mit ihm. Ein Schachspiel dauert online selten lang, beim Blitzen hat jeder 5min Zeit. Scrabble in dieser Zeit zu spielen, schafft nur Ben. Und wenn man immer eine Stunde warten muss, um zu wissen, ob der Gegner betrügt, ist auch nicht so schön.
Als Programmautor hat man IMHO die Verantwortung, dies zu vermeiden. Entweder indem man Features nicht einbaut oder versteckt oder indem die Bedienung so erschwert wird, dass bei einem Online-Spiel der Solver keine Hilfe ist. Alles andere ist unethisch. :thumbdown:
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27

Dienstag, 22. Februar 2011, 23:21

Lob an Scotty, den Autor von Scrabble3D

Ich erlaube mir, an dieser Stelle hervorzuheben, wie untadelig, rechtschaffen, unbescholten und ehrenhaft Scotty ist. Seine in jeglicher Hinsicht moralisch einwandfreie Gesinnung ist in meinen Augen einfach nur edel. Jeder sollte sich Scotty zum Vorbild nehmen und ihm nacheifern. :thumbup:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bussinchen« (23. Februar 2011, 00:02)


28

Mittwoch, 23. Februar 2011, 00:22

Dem möchte ich nicht widersprechen, zumal ihr (Scotty, Gero und Du) ja sowieso Hilfsmittel im Onlinespiel ablehnt (und ich Scotty ewig dankbar sein werde für sein Spiel :thumbsup: )
In Bezug auf die Thematik hier würde ich aber schärfer beurteilen:
In einem Spiel, in dem das Finden von Wörtern die Basis und den existenziell notwendigen Teil des Spiels ausmacht, ist es in einem untadelig ehrenhaft korrekten Wettbewerb eben eigentlich unakzeptabel, auch schon jede Art von Finder zu nutzen, nicht nur den Solver (gute Unterscheidung übrigens, Scotty).
Um wieder das Radsportbeispiel anzuführen: es ist, als ob jemand mit Hilfsmotor gegen die antritt, die aus Muskelkraft strampeln... (Aber das Lenken macht schon noch Spaß... :D )

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ulla« (23. Februar 2011, 00:52)


29

Mittwoch, 23. Februar 2011, 23:45

WOW - was für eine Resonanz! Dabei ist mehr etwa die Hälfte derjenigen, die sich so vehement beteiligen, an den Online-Spielen gar nicht oder wenig beteiligt. :whistling:

Für Offline erübrigt sich jede Diskussion. Dort gibt es ein klares Regelwerk, das "fremde Hilfe" untersagt - und dieses ist in weiten Grenzen kontrollierbar!

Wie nun Online? Im Gegensatz zu den "hinkenden" Vergleichen des Dopings etc. sollte man einen Wettbewerb nur dann bestreiten, wenn man sich der einzusetzenden Mittel bewusst ist. In den Online-Scrabble-Ligen, für die ich mit meinen Mitstreitern Julia, Kasimir und Vektor verantwortlich zeichne, gibt es keinerlei Regelwerk, das den Gebrauch von Computerprogrammen untersagt. Wir fordern auch nicht dazu auf, wir ersparen uns auch Appelle irgendwelcher Art.

Wir laden dazu ein; offensichtlich gibt es genügend Resonanz, und - hier wiederhole ich mich - die Teilnehmenden teilen offensichtlich die Meinung der Mehrheit hier NICHT: Sie haben Spaß an der Sache und spielen weiter. Keine Beschwerde über: Mein Spielpartner benutzt aber offensichtlich XXX oder YYY.

Warum auch?

Offensichtlich hat unser Spiel mehr zu bieten als nur den errechneten Bestzug. Selbst ein "Quackle-Zug" kann bei den dann gezogenen Buchstaben sehr schnell "Schnee von gestern" werden. Selbst der Vergleich mit Schachprogrammen hinkt - eine ganz andere Spielvariante! Zudem - Vektor mag mich entschuldigen - ist mir Wettwürfeln gar nicht bekannt.

Warum gleich Doping? Warum nicht erst einmal "Gangschaltung"? Nicht nur bei der Tour heute eine wichtige Sache.

Ich möchte denen, die weiterhin online spielen möchten, diese Möglichkeit - organisiert als Wettbewerb - weiterhin geben. Sollte Quackle in deutscher Sprache zugänglich sein, dann fände ich nur gut - das betone ich noch einmal - es einem weiten Kreis von Interessierten zugänglich zu machen.

Mal aus einer anderen Richtung argumentiert: Zensur online?? Bitte - ohne mich. Ich habe dafür kein Verständnis, solange die Verbreitung nicht eine Straftat ist.

30

Donnerstag, 24. Februar 2011, 01:29

Wettwürfeln geht so: Ich würfle, du würfelst - die höhere Zahl gewinnt ... also ein Spiel ohne eigenes Denken.
Jeder hat die gleichen Chancen; das Spiel ist fair - aber reizlos. Zumindest nicht reizvoll genug, um an einer Wettwürfelliga teilzunehmen.

31

Donnerstag, 24. Februar 2011, 08:59


WOW - was für eine Resonanz! Dabei ist mehr etwa die Hälfte derjenigen, die sich so vehement beteiligen, an den Online-Spielen gar nicht oder wenig beteiligt. :whistling:



Es stimmt, dass ich noch nie an Online-Turnieren teilgenommen habe. Auch nicht an Offline-Live-Turnieren.

MIr geht es bei dieser Diskussion ums Prinzip. Um die ethische Grundsatzfrage. Jetzt, wo ich weiß, was für ein Geist bei Online-Turnieren offenbar herrscht, brauche ich mich gar nicht mehr weiter dafür zu interessieren. Da spiel ich lieber gleich lokal gegen den Computer. Wozu brauche ich dann noch Menschen als Spielpartner...

Aber bitte, macht ihr Online-Ligisten, was ihr wollt. Ich selbst sehe das wie gesagt mit sehr sehr kritischen Augen. Wie Vektor finde ich ein "Online-Wettwürfeln" reizlos, ja geradezu absurd. Unter den Umständen werde ich wohl nie an euren Pixie-Wettbewerben teilnehmen - es interessiert mich nicht, gegen vermeintliche Menschen zu spielen, die in Wahrheit Computerprogramme sind. Ich spiele weiterhin privat mit ehrlichen Leuten wie z.B. Vektor, Gero, Petronella und Scotty auf unserem "sauberen" Scrabble3D-Server, wo ich mich zu Hause fühle. Und es wird mir stets eine große Ehre sein, gegen die genannten Leute zu verlieren.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bussinchen« (24. Februar 2011, 09:06)


32

Donnerstag, 24. Februar 2011, 10:11

Gangschaltung vs. Doping

Was ist eine Scrabble-Gangschaltung?

Da es nicht möglich ist zu kontrollieren, ob Online-Spieler nicht die Druckversion ihres Duden neben dem Rechner liegen haben, wo sie mal eben nachschauen können, ob ein Wort drinsteht oder nicht, wurde fürs Programm Scrabble3D beschlossen, den linken Teil der Wortsuche, d.h. den Word-Checker, bei Spielen im Netzwerkbetrieb aktiv zu lassen. D.h. es ist möglich, vor Beendigung des Zuges zu überprüfen, ob das Wort, das gelegt werden soll, auch wirklich in der geladenen Wortliste steht. Das betrachte ich als die Gangschaltung. Denn das Auffinden des Wortes, das der Spieler legen möchte, ist immer noch die eigene Denkleistung des betreffenden menschlichen Spielers.

Was ist Scrabble-Doping?

Leider ist es nicht möglich zu kontrollieren, ob Online-Spieler nicht nebenher Computerprogramme wie das von einigen Leuten geplante Quackle laufen lassen, um den punktreichsten und/oder auch den taktisch besten Zug zu ermitteln. Wird so ein von einem Solver (wie Scotty es nennt) ermitteltes Wort gelegt, so hat der menschliche Spieler keine eigene Denkleistung mehr vollbracht. Er spielt nicht selbst, er lässt vielmehr die Maschine für sich spielen. Wenn beide Gegner so verfahren, spielen keine Menschen mehr, sondern zwei Computerprogramme gegeneinander. Diese Situation ist absurd für eine Online-Liga.

Da die Kontrolle, ob solche Programme bei Online-Spielen benutzt werden, im Nachhinein nicht möglich ist, muss von vornherein unterbunden werden, dass solche Programme überhaupt verbreitet werden. Aus diesem Grunde ist im Programm Scrabble3D auch der rechte Teil der Wortsuche bei Netzwerkspielen deaktiviert. Der menschliche Spieler soll selbst denken und nicht denken lassen. Die Deaktivierung des Wordfinders, wie Scotty es nennt, ist die in ethischer Hinsicht einwandfreie Lösung.

Sollte das geplante Scrabble-Solver-Quackle wirklich Realität werden, dann ist dem allgemeinen Scrabble-Doping kein Einhalt mehr zu gebieten. Daher plädiere ich vehement dafür, die Arbeit an diesem Doping-Programm einzustellen. Aus ethischen Gründen. Dass dann einige Leute wie Ulla, die eine bereits gespielte Partie gern einmal nachstellen und posthoc auch unter taktischen Geischtspunkten analysieren möchte, auf der Strecke bleiben, muss in Kauf genommen werden. So ist es auch im richtigen Leben. Gesetze, die der Staat zum Wohle des Kollektivs erlässt, bedeuten in den meisten Fällen eine Einschränkung der Freiheit des Individuums. Uneingeschränkte Freiheit des Individuums auf Kosten des Kollektivs ist Anarchie. Und der muss Einhalt geboten werden.

33

Donnerstag, 24. Februar 2011, 10:21

Damit hier kein falscher Eindruck aufkommt:
Einen Mangel an Ehrlichkeit und Ehrenhaftigkeit sehe ich weder bei denen, die gerne die Analysemöglichkeiten zum Zwecke des Lernens ausbauen möchten, noch bei denen, die sich in der Liga des Wortsuchers bedienen.

In einen unfairen Bereich kommen wir, wenn jemand ein Hilfsmittel benutzt, aber vorgibt, es nicht zu tun. Bzw. wenn die Wettbewerbsregeln (wie jetzt beim Superscrabbleturnier) den Einsatz bestimmter Hilfsmittel nicht erlauben.

Ich bin absolut sicher, dass der allergrößte Teil unserer Scrabblegemeinde so fair ist und sich an die Spielregeln (auch wenn sie nicht kontrollierbar sind) halten wird.
Das Problem bei den Wettbewerben bzw. bei der Hilfsmittelbegrenzung dabei ist, dass schon ein einziger unfairer Spieler die ganze Veranstaltung auf den Kopf stellen kann - ggf. sogar schon das Gefühl, dass ein Spieler gegen die Regeln verstößt.

34

Donnerstag, 24. Februar 2011, 11:26

Ich möchte schon betonen, dass ich nichts Unmoralisches oder Unethisches daran finden kann, wenn Christoph und ich Quackle für das deutsche Scrabble nutzbar machen. Die Frage ist eben nur, wer Zugang zu diesem Programm haben soll. Deswegen haben wir ja auch diese Diskussion angeregt.
Solange die Meinungen derart auseinandergehen, wird das deutsche Quackle genauso wie mein bisheriges Programm und das von Christoph nur ganz wenigen Leuten zur Verfügung stehen. Die Vergabe der Passwörter ist in der Hand von Christoph. Derzeit kann außer uns beiden nur Ulla das deutsche Quackle benützen. Ich könnte mir vorstellen, dass jeweils öffentlich bekanntgemacht wird, wer ein Passwort bekommt, damit bei der Online-Liga jeder weiß, wer grundsätzlich Quackle zur Verfügung hat.
Es bleibt natürlich das Problem, dass es auch noch andere ähnliche Programme gibt, und außerdem jeder, der gut programmieren kann, selbst so ein Programm schreiben bzw. das englische Quackle adaptieren kann. Aber mit diesem Risiko müssen wir wohl leben.

35

Donnerstag, 24. Februar 2011, 12:13

@Bussinchen,
das finde ich jetzt über das Ziel hinausgeschossen! Der Staat verbietet ja z.B. auch Zigaretten und Alkohol nicht, obwohl klar ist, dass damit riesen Schaden angestellt werden kann. Es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen, was er damit anfängt. Bestimmte Nutzungseinschränkungen, die es bei Zigaretten und Alkohol gibt, lassen sich ja auch für Quackle aufstellen (wobei ich die beiden Sachen nicht auf eine Stufe stellen möchte, an Quackle wird wohl hoffentlich keiner sterben, ---- allerdings, wenn ich recht überlege, vielleicht krieg ich mal ne Trombose, weil ich jetzt noch begeisterter vor der Kiste hocke... :D )

Für mich ist Fortschritt wichtiger, also verzichte ich auf OVM (finde übrigens die Idee mit der Deaktivierung der Wortsuche beim 3D-Onlinespielen genial, so wird man nicht in Versuchung geführt), aber wer OVM liebt, kann ja dann im Gegenzug auf Quackle verzichten...
Ich verweise nochmal auf die englischsprachige Scrabblewelt, wo ganz früher schon das Analyseprogramm MAVEN existierte und jetzt eben seit einiger Zeit QUACKLE genutzt wird, wo absolut genial Scrabble gespielt wird und wo bestimmt nicht nur ethisch verseuchte Scrabbler herumlaufen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ulla« (24. Februar 2011, 12:26)


36

Donnerstag, 24. Februar 2011, 12:42

Ich bin auch ein Befürworter, der "Freigabe" von Quackle, es sioll doch jeder selbst entscheiden, ob es ihm was bringt oder nicht.
Was haltet ihr denn von einem Spiel analog diesem:
http://www.time.com/time/specials/packag…2049083,00.html
zum Beispiel im Rahmen des Syker Scrabble-Herbstes, also z.B. der Gewinner dort spielt öffentlich gegen "Quackle".

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37

Donnerstag, 24. Februar 2011, 12:59

Elise, natürlich beteiligen wir uns auch an der Diskussion, schliesslich geht es ja gerade um die Frage ob Quackle öffentlich nutzbar gemacht werden soll oder nicht. Ein Argument dagegen sind die Onlineturniere und die sind in meinen Augen eben kein Argument, und daher muss hier eben auch über die Onlineturniere etc diskutiert werden.

Zu anderen Argumenten von Dir:

Zitat

Im Gegensatz zu den "hinkenden" Vergleichen des Dopings etc. sollte man einen Wettbewerb nur dann bestreiten, wenn man sich der einzusetzenden Mittel bewusst ist.
Dieses Argument finde ich sehr gefährlich, und macht jede Vertrauensannahme obsolet. Deiner Logik zufolge dürfte ich auch nicht mehr wählen, weil ich mir nicht hundertprozentig sicher bin, dass nirgendwo Wahlfälschung betrieben wird... und Behördenarbeit darf ich auch nicht in Anspruch nehmen, jemand anderes könnte ja korrupt sein...In meinen Augen gibt es sowas wie natürliche Fairness, und dazu gehört eben, dass ich gegen den Menschen spiele und nicht gegen Compute und dessen Hilfsmittelr. Ich erinnere mich noch an meine erste Onlinesaison. Da hatte ich vom Wordfinder noch nichts gehört, es gibt ja auch keinen Hinweis in Euren Regeln dass diese Unboten erlaubt sind, damit auch Neulinge sie benutzen können. Gerade weil diese Dinger doch den Spielspass erheblich schmälern ja für manche (MICH) auf ein Nullum reduzieren hielt ich es für eine Selbstverständlichkeit diese Dinge nicht zu benutzen. Gerade auch weil für mich das Onlinespiel eigentlich eine passgenaue Alternative zum Offlinescrabble sein sollte... Leider wurde ich shcnell eines Besseren belehrt.

Zitat

die Teilnehmenden teilen offensichtlich die Meinung der Mehrheit hier NICHT: Sie haben Spaß an der Sache und spielen weiter. Keine Beschwerde über: Mein Spielpartner benutzt aber offensichtlich XXX oder YYY.
Dieses Argument halte ich auch für ein Trugschluss. Ich erinnere mich an sehr viele Offlineturniere wo über die Wordfinderseuche gemeckert wurde, und es alle als Unsitte ansahen, jedoch in den sauren Apfel bissen, um eben nicht gänzlich chancenlos zu sein. Ich verstehe ja auch den Reiz an der Benutzung des Wordfinders... wenn man normalerweise nur selten Scrabble legt ist es sicher was tolles plötzlich 3-5 legen zu können... Mit Scrabble hat dies aber nichts zu tun, solange dieser Zug auch bei Euch mit 50 Extrapunkten belohnt wird... Die meisten der Onlinespieler spielen Scrabble nach wie vor gerne haben absolut keinen Bock auf dne Wordfinder, aber nehmen seine Benutzung mangels anderer Alternativen als notwendiges Übel hin.
Dein Argument mit der anderen Spielvariante ist eine Illusion, diese Variante ist makelbehaftet. In meinen Augen kommt es Vektors Wettwürfeln eben schon bedenklich nahe... wenn Leute spass an dieser Schattenboxerei haben gerne, aber deswegen will ich trotzdem meine ehrlich gespielten Spiele ernsthaft analysieren können.

Aus diesem Grunde bin ich auch der Meinung, man sollte Quackle etc ruhig weiter führen und nutzbar machen. Betrugsmöglichkeiten sind bei Onlinespielen ohnehin immer gegeben, und es sollte nicht derjenige begünstigt der den besten Draht zu fähigen Programmierern hat, denn früher oder später taucht auch jemand auf der nicht solche (ehrenhaften) Skrupel hat wie Scotty...

Ich jedenfalls fände es schade, wenn ehrliche Offlinespieler darunter leiden, dass unehrliche Onlinespieler nicht noch eine Betrugsmöglichkeit mehr nutzen können sollen.

Da ich aber auch nur noch zum Spass (Bussinchen, warum bin ich nicht in deiner Aufzählung *traurigbin*) online spiele, könnte man im Zweifel tatsächlich eine Art Lizensierung einführen die dazu führte entweder Onlinespielen oder Quackle. Da hätte ich nichts dagegen. Und bei Turnieren wie dem Superscrabble sagt ja der Ehrenkodex alles weitere...

38

Donnerstag, 24. Februar 2011, 14:46

Ich glaube in der Tat, dass Ehrenkodex und Vertrauen die einzige Chance zum dauerhaften Erhalt der Onlinewettbewerbe sind.
Also eine konkrete Festlegung, was nun als "erlaubt" anzusehen ist und was nicht (Checker; Blättern im Duden; *-Suche im Duden; Bestwortfinder; Quackle-Artiges) - und die Hoffnung, dass sich wirklich alle daran halten.

Denn natürlich kann man niemandem verbieten, die Analysetools zu verbessern - zumal diese ja auch unzweifelhaft in sinnvoller Weise genutzt werden können.

Und eine Situation, in der man (überspitzt formuliert) sagt: "Nur Ulla darf Quackle benutzen" ist ja auch widersinnig, denn wenn sie dann wieder den Meistertitel holt, hießt es nicht zu Unrecht: "Ja, sie durfte ja auch mit dem tollen Programm trainieren ... wir aber nicht."

39

Donnerstag, 24. Februar 2011, 18:07

Ich wiederhole mich: Online-Spiele und Computerprogramme sind kein Widerspruch! Das galt schon für den E-Duden nicht, die Wortsuche und es wird auch nicht für noch ausstehenden Programme gelten. Diejenigen, die weiterhin begründen, dass sie NICHT online spielen, da es solche Mittel gibt, werden es auch weiterhin nicht tun. Diejenigen, die keine Lust mehr verspüren, werden es leider häufig als Grund für den Rückzug angeben. Alle anderen werden uns erhalten bleiben und - wie es aussieht - nimmt die Zahl der Interessierten eher zu.

Ich halte von Vorschriften (dazu gehören auch gewisse Regeln, aber eben auch so etwas wie ein Ehrenkodex), die nicht kontrolliert werden können, gar nichts. In dem Satz "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" steckt mehr als ein Körnchen Weisheit.

Zudem weise ich an dieser Stelle erneut darauf hin, dass zumindest der erste Versuch für einen solchen Kodex im deutschsprachigen Bereich (dort, wo er meiner Meinung nach wirklich hingehört, nämlich in unser Turniergeschehen; genauer in die TSO) kläglich gescheitert ist. Da sind andere weit voraus.

40

Donnerstag, 31. März 2011, 08:46

Scotty hat in seinem Forum einen "Engine-Wettkampf" zwischen seinem Programm und Quackle vorgeschlagen. Ich habe daraufhin zwanzig solche Partien gespielt. Das Ergebnis lautet 16 : 4 für Quackle, und Quackle hat im Durchschnitt 58,45 Punkte mehr als Scottys Programm erzielt.

Bei Quackle habe ich den "Championship Player" verwendet, der bei jedem Zug ca. eine Minute nachdenkt. Die Einstellungen bei Scottys Programm waren: Buchstaben tauschen, wenn < 15 Punkte und Länge < 5 Buchstaben;
Joker nur benutzen, wenn > 15 Punkte.

Es war natürlich zu erwarten, dass Quackle siegen wird, das Ausmaß war aber nicht so klar. Es ist auch ein wichtiger Test, der zeigt, dass wir die Quackle-Taktik einigermaßen richtig auf die deutschen Verhältnisse übertragen haben. Wir wissen ja z.B. nicht genau, wie die englische Tabelle zur Restbankbewertung berechnet wurde, und das ist ein sehr entscheidender Faktor.

Jedenfalls zeigt dieses Experiment wieder einmal, wie wesentlich taktische Aspekte bei Scrabble sind.

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